
Dresscode Hochzeit: Was ziehe ich als Gast an?
Dresscode Hochzeit: Was ziehe ich als Gast an?
Die Einladung ist da, die Vorfreude groß – und dann steht da ein einziges Wort, das alles kompliziert macht: „festlich". Oder „Cocktail". Oder gar nichts, was die Sache erfahrungsgemäß nicht leichter macht. Hier kommt die Übersetzungshilfe für alle gängigen Hochzeits-Dresscodes, plus die ungeschriebenen Regeln, die auf keiner Einladung stehen.
Die wichtigste Regel zuerst
Weiß, Creme, Champagner und Elfenbein gehören der Braut. Ganze Looks in diesen Tönen sind als Gast tabu – auch „das ist doch eher beige" zählt nicht. Genauso unangebracht: alles, was der Braut die Show stiehlt, von der Paillettenrobe bis zum extravaganten Hut. Im Zweifel gilt: elegant ja, Hauptdarstellerin nein.
„Festlich" oder kein Dresscode angegeben
Der häufigste Fall. Für Frauen funktioniert ein knie- bis wadenlanges Kleid in einer satten Farbe, ein eleganter Jumpsuit oder Rock mit schöner Bluse. Männer liegen mit Anzug in Dunkelblau oder Grau plus Hemd richtig; die Krawatte ist bei „festlich" eine Kann-, keine Muss-Entscheidung. Faustregel: lieber leicht overdressed als der einzige Gast in Jeans.
Cocktail / Semi-formal
Schicker als das Lieblingsoutfit fürs gute Restaurant, entspannter als ein Ballkleid. Cocktailkleid, elegante Kombis, gern etwas modischer und farbiger. Bei Männern darf der Anzug hier auch mal heller sein, im Sommer funktioniert Beige oder ein feines Muster wunderbar.
Black Tie – die hohe Schule
Steht „Black Tie" auf der Einladung, ist das wörtlich gemeint: Smoking mit Fliege für die Herren, bodenlanges Abendkleid oder sehr elegantes Cocktailkleid für die Damen. Was genau dazugehört, erklärt der Wikipedia-Artikel zu Black Tie erstaunlich präzise. Wer keinen Smoking besitzt: leihen ist völlig üblich und günstiger als gedacht.
Sommer-, Garten- und Strandhochzeit
Leichte Stoffe sind hier keine Stil-, sondern eine Überlebensfrage. Leinen, fließende Kleider, helle Farben – aber denkt an die Praxis: Stilettos versinken im Rasen (Blockabsatz!), und bei einer Hochzeit in der kühleren Jahreszeit gehört ein schönes Jäckchen oder ein Wollmantel zum Outfit dazu, denn fotografiert wird gern draußen.
Die ungeschriebenen Regeln
- Schwarz ist erlaubt – heute auch auf Hochzeiten, solange der Look festlich und nicht nach Beerdigung aussieht. Ein Blazer in Schwarz mit farbigem Kleid darunter: immer gut.
- Dem Motto folgen. Immer mehr Paare geben Farbwelten oder Moodboards vor – die aktuellen Hochzeitstrends gehen klar in diese Richtung. Das ist keine Schikane, sondern ein Geschenk: Es nimmt euch die Entscheidung ab.
- Bequemlichkeit einplanen. Ihr werdet in diesem Outfit essen, tanzen und viele Stunden fotografiert werden. Kratzende Stoffe und zu enge Schuhe rächen sich spätestens um 22 Uhr.
- Im Zweifel: fragen. Das Brautpaar beantwortet Dresscode-Fragen tausendmal lieber vorher, als hinterher weiße Kleider auf den Gruppenfotos zu entdecken.
Und wenn ihr euer Outfit gefunden habt und wissen wollt, wie ihr euch darin auf Fotos wohlfühlt: In unserem Beitrag über das perfekte Paarshooting stecken einige Posing-Tipps, die auf jeder Hochzeit funktionieren – auch als Gast.
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