
Fotoshooting für Männer: Entspannt vor der Kamera – so geht's
Fotoshooting für Männer: Entspannt vor der Kamera – so geht's
„Ich bin einfach nicht fotogen." Kein Satz fällt vor Shootings häufiger – und statistisch gesehen fällt er besonders oft von Männern. Dahinter steckt selten mangelnde Fotogenität, sondern schlicht Übungsmangel: Während viele Frauen seit Jahren Erfahrung mit Selfies, Posen und Bildsprache sammeln, stehen viele Männer zum ersten Mal seit dem Abschlussfoto bewusst vor einer Kamera. Die gute Nachricht: Das lässt sich in einem einzigen Shooting beheben.
Warum Männer überhaupt ein Shooting brauchen
Die Anlässe sind längst da, auch wenn sie selten so genannt werden: das LinkedIn-Profil, das seit Jahren ein zugeschnittenes Hochzeitsfoto ziert. Das Dating-Profil, das mit Badezimmerspiegel-Selfies gegen professionell bebilderte Konkurrenz antritt – warum das ein echter Nachteil ist, zeigt unser Beitrag über Fotos fürs Online-Dating. Dazu Bewerbungen, die eigene Website, oder schlicht der Wunsch, ein aktuelles gutes Bild von sich zu besitzen, auf dem man nicht zufällig im Hintergrund einer Feier steht.
🧩 Die drei häufigsten Probleme – und ihre Lösungen
Problem 1: „Ich weiß nicht, wohin mit meinen Händen." Die Lösung ist immer Beschäftigung: Jackett über die Schulter, Hände in die Hosentaschen (Daumen draußen), Uhr richten, Kaffeebecher halten. Gute Fotografinnen und Fotografen geben laufend solche Mikro-Aufgaben – niemand muss sich Posen ausdenken.
Problem 2: das eingefrorene Lächeln. Auf Kommando lächeln wirkt bei fast allen Menschen unecht. Was funktioniert: Bewegung, Gespräch, trockener Humor. Die besten Männerporträts entstehen zwischen den offiziellen Momenten – beim Loslaufen, beim kurzen Lachen über einen blöden Witz. Ein seriöser, ruhiger Blick ist übrigens genauso stark wie ein Lächeln; wichtig ist nur, dass er entspannt ist. Wer generell mit Nervosität kämpft, findet in unserem Artikel über das Überwinden von Kameraangst konkrete Techniken.
Problem 3: das Outfit. Die Faustregel ist einfach: eine Stufe schicker als dein Alltag, aber keine Verkleidung. Gut sitzende dunkle Jeans, einfarbiges T-Shirt oder Hemd, dazu eine Jacke mit Struktur – damit ist man für neunzig Prozent aller Zwecke richtig angezogen. Große Logos und komplizierte Muster lenken vom Gesicht ab. Und: frischer Haarschnitt gern, aber drei bis vier Tage vor dem Termin, nicht am selben Morgen.
🏙️ Der Trend: draußen, beiläufig, echt
Auch bei Männerporträts geht der Trend klar weg vom ausgeleuchteten Studio hin zu urbanen Locations und natürlichem Licht: Betonwände, Industriearchitektur, Abendlicht in der Stadt. Diese Umgebungen nehmen die Steifheit aus der Situation – man steht nicht „beim Fototermin", man ist einfach unterwegs und wird dabei gut fotografiert. Welche Wirkung der Bildstil auf den professionellen Auftritt hat, vertieft unser Beitrag zu Businessfotos für Männer; einen Blick auf das Handwerk dahinter wirft der Wikipedia-Artikel zur Porträtfotografie.
Der beste Trick zum Schluss ist unspektakulär: Gib dem Termin 20 Minuten. Fast jedes Männershooting beginnt verhalten und kippt dann in echte Lockerheit – genau ab da entstehen die Bilder, bei denen später alle sagen: „Endlich mal ein Foto, das wirklich nach dir aussieht."
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