Was kostet eine Hochzeit? Realistische Zahlen & ehrliche Spartipps
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Was kostet eine Hochzeit? Realistische Zahlen & ehrliche Spartipps

Von LET IT CLICK|11. August 2026

Was kostet eine Hochzeit? Realistische Zahlen & ehrliche Spartipps

Über kaum etwas wird bei der Hochzeitsplanung so ungern gesprochen wie über Geld – dabei entscheidet das Budget über fast alles andere. Deshalb hier die Zahlen, die euch niemand gern zuerst nennt: Eine Hochzeit in Deutschland kostet laut dem aktuellen Bridebook Wedding Report im Schnitt rund 17.000 Euro – ohne Flitterwochen und Verlobungsring. Rechnet man die dazu, landet der Durchschnitt bei etwa 20.000 Euro.

Wichtig dabei: Das ist ein Durchschnitt, kein Soll. Es gibt wunderschöne Hochzeiten für 4.000 Euro und rauschende Feste für 50.000. Interessant wird es, wenn man sich anschaut, wohin das Geld eigentlich fließt.

Die größten Kostenblöcke im Überblick

  • Location: im Schnitt rund 8.500 Euro – mit gut 40 Prozent der mit Abstand größte Posten
  • Catering: Empfang und Abendessen zusammen schnell 6.000 bis 8.000 Euro, je nach Gästezahl
  • Brautkleid: etwa 1.800 Euro, Herrenausstattung rund 1.000 Euro
  • Fotografie: im Schnitt etwa 1.700 Euro, Video ähnlich
  • Musik & Entertainment: um die 1.500 Euro
  • Deko und Floristik: zusammen rund 1.900 Euro
  • Ringe: etwa 700 Euro

Dazu kommen die vielen kleinen Posten, die in keiner Übersicht stehen und sich trotzdem summieren: Papeterie, Gastgeschenke, Probeessen, Änderungsschneiderei, Trinkgelder, das Frühstück am Morgen danach. Plant dafür realistischerweise fünf bis zehn Prozent Puffer ein. Die Standesamtsgebühren selbst sind übrigens fast zu vernachlässigen – was genau anfällt, steht in unserem Guide zum standesamtlich Heiraten.

Woran ihr sparen könnt, ohne dass es jemand merkt

Der Termin. Freitags oder sonntags heiraten ist oft spürbar günstiger als samstags, und in der Nebensaison verhandeln viele Locations bei den Preisen. Eine Herbsthochzeit spart Geld und liefert das schönere Licht gleich mit.

Die Gästezahl. Klingt banal, ist aber der stärkste Hebel: Jeder Gast kostet über Essen, Getränke und Sitzplatz schnell 100 bis 150 Euro. Zwanzig Gäste weniger sind oft 2.500 Euro mehr Budget für das, was euch wirklich wichtig ist.

Deko mit Konzept statt Masse. Wenige, bewusst gesetzte Elemente wirken hochwertiger als viele kleine – die aktuellen Hochzeitstrends spielen euch da in die Karten, denn reduzierte Konzepte sind gerade ohnehin angesagt.

Blumen saisonal wählen. Dahlien im September kosten einen Bruchteil von Pfingstrosen im September. Eure Floristik wird es euch danken.

Woran ihr besser nicht spart

Es gibt zwei Dinge, die nach der Hochzeit bleiben: eure Erinnerungen und eure Bilder. Essen, das satt und glücklich macht, und eine gute Foto-Begleitung gehören deshalb für die meisten Paare zu den Ausgaben, die sie im Nachhinein nie bereuen – Ersteres merkt ihr am Abend selbst, Letzteres jedes Mal, wenn ihr das Album aufschlagt. Eine ausführliche Orientierung, welche Posten sich wie anfühlen, bietet auch der Hochzeitskosten-Ratgeber der Sparkasse.

Der vielleicht wichtigste Tipp zum Schluss: Legt nicht nur ein Gesamtbudget fest, sondern verteilt es bewusst. Ein Paar, dem die Party wichtig ist, sollte anders gewichten als eines, das von einer intimen Zeremonie träumt. Es ist eure Hochzeit – der Durchschnitt muss euch nicht interessieren.

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